Zum Hauptinhalt springen
Draufsicht auf das Gebäude der GOB

Nachhaltigkeit

GOBäude

Unser Gebäude - ein ganzheitliches System

Die Faszination des GOBäudes
 

Unser GOBäude ist besonders – das liegt nicht nur an der Architektur des Gebäudes und den großen Glasfronten, es hat auch hinsichtlich des eingebauten Belüftungs- und Heizungssystems viel auf dem Kasten.

Ebenso wie wir, arbeiten auch die verbundenen Systeme in unserem Gebäude miteinander. In der Steuerzentrale befinden sich nicht nur Wärmetauscher, Pumpen und eine Vielzahl an Rohren, sondern auch das Gehirn der Anlage. Dieses Steuerelement verbindet das Belüftungs- und Heizungssystem mit den Außenjalousien zu einem ganzheitlichen System. So wird die Temperaturregulierung als auch die Luftzufuhr kontinuierlich an die Wetterbedingungen angepasst.

Doch woher kennt das Gebäude die äußeren und inneren Gegebenheiten? Sensoren in und auf unserer GOB messen Innen- sowie Außentemperatur, Windgeschwindigkeit und Sonnenstand. Das Gebäude stimmt durch diese Werte, die Position der Außenjalousien und die Leistung der Anlage miteinander ab. Das bedeutet zum Beispiel, je höher die Außentemperatur und die Durchdringungswärme sind, desto stärker wird das Gebäude gekühlt.

Das "Gehirn" der Anlage

Diese Zusammenhänge musste unser Gebäude zunächst „erlernen“. Wer jetzt an eine intelligente KI denkt, muss etwas enttäuscht werden. Zu Beginn wurden über die verschiedenen Sensoren Daten gesammelt und die Leistung der Komponenten manuell aufeinander abgestimmt. Auf Grundlage dieser Wenn-Dann-Beziehungen entscheidet unser Gebäude nun, wo die Außenjalousien runter oder hoch gefahren werden müssen und welche Räume stärker gekühlt bzw. erhitzt werden müssen.

Doch ein Problem wird unsere Anlage nie lösen können: Nicht alle Wünsche der Kollegen/Kolleginnen können gleichzeitig berücksichtigt werden. Ebenso kann es in den Übergangszeiten etwas dauern, bis die Temperaturen in unseren großen Räumlichkeiten vollständig angepasst wurde. Treten in den Übergangszeiten zusätzlich besonders starke Wetterveränderungen auf, muss unser Gebäude diese Zusammenhänge erneut „kennen lernen“. In diesem Fall wird das Zusammenspiel der Komponenten manuell feinjustiert und das Verhalten der Anlage angepasst.

Geothermie

Wir haben keine Klimaanlage

Wir haben das GOBäude auf Herz und Nieren geprüft und möchten zunächst mit einem Mythos aufräumen: Zur Temperaturregulierung in unserer GOB wird keine Klimaanlage genutzt. Im Gegenteil, unser Gebäude besitzt eine Lüftungsanlage, die über das Dach kontinuierlich frische Luft zuführt und im gesamten Gebäude verteilt. Sie bildet zusammen mit der Heizung und Kühlung ein komplexes und ganzheitliches System. Um unsere Belüftung zu verstehen, müssen wir uns somit auch mit der Kühlung und Heizung beschäftigen.

Doch eins nach dem anderen: Was genau macht unser Gebäude so besonders?
 

Das richtige Stichwort lautet hier: Geothermie

​​​​​​​
Als Geothermie wird die thermische Energie bezeichnet, die in unserer Erde gespeichert ist (in ihrem Kern herrschen Temperaturen von bis zu 7.000 °C). Mittels verschiedener Verfahren ist es möglich, diese Temperaturen zur effizienten Strom- und Wärmeerzeugung zu nutzen. In Deutschland sind rund 400.000 oberflächennahe Geothermie-Anlagen in Betrieb, unsere ist eine davon.

Geothermie gilt als CO2-neutral, ist immer verfügbar und schier unerschöpflich.

(Für mehr Informationen und detaillierteren Erklärungen empfehlen wir den Artikel von Quarks (WDR) zum Nachlesen.)

Nutzt unsere Belüftung somit die Temperatur aus der Erdkruste?

Ja, und nicht nur sie! Unser Gebäude nutzt Geothermie für die Belüftung sowie die Heizung und Kühlung. Dabei bedient es sich am natürlichen Temperaturniveau des oberflächennahen Grundwassers aus ca. 20m Tiefe. Das Vorgehen folgt stets dem gleichen Prinzip: Das Grundwasser wird hochgepumpt, seine Temperatur übertragen und danach dem Grundwasser zurückgeführt.  

Hierfür wurden drei Brunnen installiert: Ein Saugbrunnen und zwei Sickerbrunnen. Entsprechend der Bezeichnungen lassen sich ihre Funktionen bereits erahnen. Aus dem Saugbrunnen wird das Grundwasser hochgepumpt und in einem Rohrleitungssystem unterhalb der GOB zur Steuerzentrale geleitet. Über die Sickerbrunnen wird es wieder auf natürlichem Wege dem Grundwasser zurückgeführt.

Da das Grundwasser in Deutschland eine konstante Temperatur von 8-15°C besitzt, wird es für unsere Anlagen stets zur Kühlung genutzt: Im Sommer kühlt es die zugeführte Frischluft und unser gesamtes Gebäude; im Winter sowie in den Übergangszeiten dient es zur Kühlung der Wärmepumpen, die dann unser Gebäude beheizen.

Gefilterte Frischluft vom Dach

Luftfilter

Gefilterte Frischluft vom Dach

Insgesamt sind auf dem Dach der GOB drei unabhängige Belüftungssysteme installiert, jeweils eins pro Bauteil und ein weiteres für unsere Kantine. ​​​​​​​Diese drei Anlagen saugen kontinuierlich Frischluft an und filtern diese über große Filtersysteme. Darüber freuen sich insbesondere unsere Allergiker.

​​​​​​​Ebenso wie das Grundwasser wird auch die gefilterte Luft an einem Wärmetauscher vorbeigeführt und mittels der Wasser-Glykol-Mischung entsprechend gekühlt oder erwärmt​​​​​​​. Anschließend wird die Frischluft im gesamten Gebäude über Lüftungsrohre kontinuierlich verteilt. ​​​​​​​

Zur Regulation der Zuluft befinden sich in den Lüftungsrohren Klappen. Wenn die Luftzufuhr hörbar rauscht, sind diese vollständig geöffnet und es wird viel Frischluft zugeführt. Zudem arbeiten die Klappen mit unseren Brandschutzanlage zusammen und stoppen im Fall eines Brandes die Zuluft.

GOBienen

Es summt auf dem Dach

Seit August 2018 haben wir tierische Unterstützung im Europark Fichtenhain A 5: Auf unserem Dach wohnen ca. 45.000 Bienen in Zargen: Die GOBienen.

Warum sind Bienen so wichtig?

Lassen Sie uns einen kurzen Exkurs in die Welt der Bienen machen und erläutern, warum wir uns bewusst für Bienen an unserem Standort entschieden, haben:

Die Biene bestäubt Blüten – das weiß nahezu jedes Kind. Was weniger bekannt ist: Die über 2.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzenarten sind zu über 80 Prozent auf die Bestäubungsleistung unserer fleißigen Bienen angewiesen. Die Biene zählt hinter Rind und Schwein weltweit zum wichtigsten Nutztier.

Für die ökonomischen und landwirtschaftlichen Prozesse sind Bienen und die Imkerei von großer Bedeutung. Ohne Insektenbestäubung würde die Ernte von etwa 75 Prozent der Nutzpflanzen, auf die wir zu Ernährungszwecken angewiesen sind, deutlich geringer ausfallen. Ebenso würden viele Pflanzenarten aussterben, da sie ohne Befruchtung keine Samen bilden, um sich fortzupflanzen.

Wo leben unsere GOBienen?

Angst vor den Bienen müssen Sie nicht haben. Die Bienen haben oben auf dem Dach ihre Zarge und sind nicht aggressiv. Die Berührungspunkte mit Bienen am GOBäude sind nicht größer als letzten Sommer auf unserer Terrasse bzw. als sonst in der freien Natur. Die Bienen bedienen einen Flugradius von ca. 5 km (ggf. auch 10 km je nach Umfeld/Natur) und kommen lediglich auf unser Dach - in ihre Zarge - zurück.

Übrigens: Für ein Glas Honig mit 500 g Inhalt sind die Bienen ca. 120.000 km geflogen und haben dabei ca. 12 Millionen Blüten bestäubt!

Wir werden Sie regelmäßig mit Neuigkeiten aus dem Bienenstock versorgen. Ebenfalls werden wir die Aktion in unserer Kommunikation einsetzen und Kunden, Interessenten und Bewerber darüber informieren.

GOBienen auf dem Dach

Ökostrom

Wir sind unser eigener grüner Stromerzeuger – Stichwort Photovoltaik-Anlage

Seit dem 09. September 2021 sind wir Stromerzeuger. Mit 540 Elementen erzeugt unsere Photovoltaik-Anlage an optimalen Tagen mehr Strom, als wir allein verbrauchen können. Folglich sind wir in naher Zukunft autark, und speisen darüber hinaus erneuerbare Energie in das öffentliche Stromnetz ein. Unsere kleinen GOBienen bekommen somit tatkräftige technische Unterstützung in Sachen Umwelt.

Doch wie funktioniert Photovoltaik eigentlich?

Bevor wir ins Detail gehen, schauen wir uns zunächst die gängigen Begriffe an. Denn nicht jede Solaranlage produziert auch Strom. Der Begriff der Solaranlage wird umgangssprachlich als Synonym für unterschiedliche Solar-Technologien verwendet. Dabei erzeugen alle Solaranlagen mittels der Kraft der Sonne nutzbare Energie. Jedoch unterscheiden sich Photovoltaik und Solarthermie hinsichtlich der produzierten Energie und ihrem Einsatz. So produziert die Photovoltaik-Technologie Strom, während die Solarthermie Wärme für z. B. die Wasseraufbereitung oder Heizungsunterstützung liefert. Kurz zusammengefasst, gilt folgendes:

Solaranlage = Solarthermie, Photovoltaik
Photovoltaik = Strom
​​​​​​​Solarthermie = Wärme

Unsere Photovoltaik-Anlage bestehen aus 540 Elementen, einem Wechselrichter und natürlich reichlich Software. Der Hersteller unserer Anlage ist SMA Solar Technology (SMA). Die folgende Abbildung hilft uns, den Weg der Energie nachzuvollziehen und den Aufbau unserer Anlage zu verstehen.

  • PV-Module: Die PV-Module auf dem Dach unserer GOB bestehen aus vielen kleinen Solarzellen und wandeln das einfallende Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom um. Diese produzierte Solarenergie wird zum Wechselrichter weitergeleitet.
  • Wechselrichter: Der Wechselrichter ist die Schaltzentrale jeder Photovoltaik-Anlage. Er wandelt den erzeugten Gleichstrom in Netz-konformen Wechselstrom um und macht so die Solarenergie für uns nutzbar. Der Wechselrichter optimiert zudem den Energieertrag.​​​
  • Data Manager: Der Data Manager ist ein weiteres wichtiges Bauteil größerer Anlagen. Er überwacht die Energieflüsse der gesamten Anlage, steuert die PV-Elemente und übernimmt die Steuerung der nicht benötigten Strommenge. Der Data Manager bietet uns zusätzlich die Möglichkeit unsere Energieerzeugung zwecks Monitoring einzusehen.
  • Verbraucher: Unser GOBäude und wir verbrauchen fleißig den produzierten GOB Strom. An optimalen Tagen erzeugt unsere Anlage mehr Strom, als wir allein verbrauchen können und der überschüssigen Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Mit unserer Photovoltaik-Anlage haben wir nun die Grundlage geschaffen, auch unsere Ladesäulen nachhaltig zu versorgen.

Photovoltaikanlage auf unserem Gebäude

/Fakten

Anzahl Elemente

540

540 verbaute Elemente

Photovoltaikanlage auf unserem Gebäude

/Fakten

Fläche

1,67 m²

Fläche pro Element

Photovoltaikanlage auf unserem Gebäude

/Fakten

Gesamtfläche

901,8 m²

Mit einer Gesamtfläche von 901,8 m²

Photovoltaikanlage auf unserem Gebäude

/Fakten

Leistung

150kVA

Maximale Leistung für Eigenleistung

Photovoltaikanlage auf unserem Gebäude

/Fakten

Eigenverbrauch

88,7 %​​​​​​​

Prozentualer Eigenverbrauch (Erfüllungskurve minus Verbrauchskurve)

/Fakten

Photovoltaikanlage auf dem GOBäude

E-Mobilität

Auch unser Fuhrpark wird zusehends grüner

Die Mobilität ist ein gesellschaftlich aktuelles und wichtiges Thema. Unter den Aspekten der Sicherheit, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit haben wir eine neue Car-Policy erarbeitet. Daher rüsten wir unsere Dienstwagen nach und nach auf das Thema Elektromobilität um. Ein paar der dazu benötigten Ladesäulen finden sich bereits auf unserem GOB-Parkplatz. Weitere Ladestationen befinden sich in Planung. Gerne leisten wir mit unserer E-Flotte einen weiteren wichtigen Schritt in Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit.

Weihnachtsbäume

Der Baum im Holzwürfel

Vergangene Weihnachten haben wir nicht nur einen, sondern gleich zwei Weihnachtsbäume geschenkt bekommen. Um unserer Umwelt ein Stück Natur zurückzugeben, befand sich in jedem Weihnachtspaket ein „ECOCUBE“. Dieser kleine Holzwürfel trägt einen Weihnachtsbaum-Samen im Kern, welcher in ein paar Jahren zu einer kräftige Tanne wachsen kann.  Der besondere Clou am ECOCUBE: Nicht nur das Wachstumsgranulat selbst, sondern des gesamte Holzwürfel wird mit der Zeit Schritt für Schritt kompostiert und dient der Pflanze als wertvolles Düngemittel. So macht das Indoor-Gärtnern nicht nur Spaß, sondern ist vor allem nachhaltig, weil die Kräuter gesund bleiben und immer wieder nachwachsen.