
FabCon + SQLCon Europe 2026: unser Rückblick aus Barcelona
02.10.2026
Vom 28. September bis 1. Oktober 2026 kamen fast 5.000 Fachleute aus dem Microsoft-Datenumfeld zur European Microsoft Fabric + SQL Community Conference nach Barcelona. Als Europas größte Microsoft-Tech-Konferenz brachte sie Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 71 Ländern zusammen. In mehr als 140 Sessions standen Microsoft Fabric, SQL, Power BI, Data Engineering, Business Intelligence (BI) und Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt der Fachkonferenz.
Zwei unserer BI-Experten waren vor Ort. Ihre Schwerpunkte reichten von der Weiterentwicklung von Microsoft Fabric über Sicherheit und Betrieb bis hin zu KI-Agenten und produktionsreifen Lösungen. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Fabric als Grundlage für BI und KI
Wie lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen konsistent für BI und KI nutzbar machen? Die von unseren BI-Experten besuchten Vorträge befassten sich damit, wie Datenplattformen, semantische Modelle und klare Regeln für Sicherheit und Zugriff zusammenspielen.
Eine verlässliche Datengrundlage
In der Keynote „The Data Foundation for AI“ ging es unter anderem darum, wie Microsoft Fabric, OneLake und Datenbanken zusammenwirken können, um Daten aus unterschiedlichen Quellen konsistent bereitzustellen. Microsoft stellte Fabric dabei als zentrale Datenplattform für vertrauenswürdige KI-Anwendungen vor.
Die Session zu Fabric IQ und Microsoft Foundry befasste sich mit einem gemeinsamen Modell für Geschäftsobjekte, Beziehungen und Kennzahlen. Diese Informationen können von Power BI, Copilot und verschiedenen KI-Agenten genutzt werden. Das soll dazu beitragen, Antworten und Analysen im jeweiligen Unternehmenskontext belastbarer zu machen.
Für unitop BI ist diese Verbindung zentral: Die Lösung führt Data Warehouse, BI-Datenmodell und Visualisierung in Microsoft Fabric zusammen. Branchenspezifische Datenmodelle ermöglichen dabei Auswertungen, die sich an den tatsächlichen Geschäftsprozessen orientieren.

Semantische Modelle, Sicherheit und Power BI
Ein weiterer Schwerpunkt der besuchten Sessions lag auf Power BI und Fabric Data Agents. Neben einem Ausblick auf die Weiterentwicklung von Power BI ging es um Visualisierung, Reporting und Verteilung. Dabei wurde auch gezeigt, wie semantische Modelle für Fabric Data Agents vorbereitet werden und wie sich Unternehmensdaten künftig stärker in natürlicher Sprache erschließen lassen.
Ob Data Agents im Alltag zuverlässig arbeiten, entscheidet sich jedoch nicht erst an der Benutzeroberfläche. Dafür braucht es klare Datenmodelle, konsistente Kennzahlen und einen sauber definierten fachlichen Kontext.
Ebenso wichtig sind klare Regeln für Sicherheit und Zugriff. Eine Session zu OneLake behandelte konkrete Sicherheitsfunktionen wie rollenbasierte Berechtigungen und Zugriffe bis auf Zeilen- und Spaltenebene. Ergänzend kam die Vertrauenswürdigkeit KI-generierter Antworten zur Sprache. Kontrollierte Datenquellen, semantische Modelle und nachvollziehbare Regeln tragen dazu bei, dass KI-Anwendungen verlässliche Antworten liefern.
Microsoft Power BI unterstützt die Analyse und Visualisierung dieser Daten. In Verbindung mit unitop lassen sich Daten aus Business Central und weiteren Quellen zusammenführen, auswerten und in Berichten und Dashboards nutzen.
Interessant waren außerdem die sogenannten „Translytical Dataflows“. Sie ermöglichen, Informationen aus Power-BI-Analysen direkt in operative Datenspeicher zurückzuschreiben, etwa in eine SQL-Datenbank in Fabric. Dadurch lassen sich Auswertungen und nachgelagerte Geschäftsprozesse enger miteinander verbinden.

Von der Datenanalyse zur produktiven Prozessunterstützung
Wie können aus Datenmodellen und KI-Agenten produktive Anwendungen und mehrstufige Geschäftsprozesse entstehen? Einige der besuchten Vorträge gingen dieser Frage nach.
KI-Agenten für konkrete Abläufe
Weitere Formate befassten sich damit, wie KI über die Unterstützung einzelner Aufgaben hinaus in mehrstufige Abläufe eingebunden werden kann. Dazu gehörte auch die Frage, wie sich Unternehmensdaten in natürlicher Sprache abfragen und auswerten lassen.
Die bloße Automatisierung möglichst vieler Prozesse ist dabei nicht das Ziel. Entscheidend ist vielmehr, zunächst geeignete Anwendungsfälle zu identifizieren, Berechtigungen festzulegen und fachliche Kontrollen einzuplanen.
Auch unsere unitop KI-Agenten sind auf solche prozessorientierten Szenarien ausgerichtet. Sie können Informationen aus unitop, Business Central und weiteren festgelegten Quellen aufnehmen, Arbeitsschritte vorbereiten und definierte Aktionen anstoßen. Welche Aufgaben ein Agent übernimmt, richtet sich nach dem jeweiligen Einsatz, den eingerichteten Berechtigungen und den vorgesehenen Kontrollpunkten.

Von der Entwicklung in den Betrieb
Ein ganztägiger Workshop befasste sich mit der Entwicklung produktionsreifer KI-Lösungen in Fabric. Am Beispiel von Serviceanfragen wurde gezeigt, wie sich strukturierte und unstrukturierte Informationen zusammenführen, aufbereiten und für KI-Anwendungen nutzbar machen lassen. Dabei ging es nicht nur um die KI-Funktionen selbst, sondern auch um Datenflüsse, Datenqualität und die Frage, wie sich eine Lösung zuverlässig in die Praxis überführen lässt.
Viele der dort vorgestellten Architekturansätze finden sich auch in unseren BI-Projekten wieder. Der Vergleich bestätigte unsere bisherigen Entscheidungen und zeigte zugleich, dass sich ähnliche Szenarien mit unterschiedlichen technischen Ansätzen umsetzen lassen. Dazu gehören die integrierten KI-Funktionen von Fabric ebenso wie selbst betriebene Sprachmodelle in Microsoft Foundry. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall und den Anforderungen an Datenverarbeitung, Kontrolle und den späteren Einsatz ab.
Daneben ging es um den Betrieb von Fabric-Umgebungen: Wie lassen sich Auslastung und Leistung analysieren, Probleme frühzeitig erkennen und ihre Ursachen ermitteln? Außerdem wurden die passende Kapazitätsstrategie sowie Kosten und Rechenleistung besprochen.
Ergänzend wurden RAG-Architekturen und Vektordatenbanken für KI-Anwendungen vorgestellt. RAG steht für „Retrieval-Augmented Generation“ und beschreibt einen Ansatz, bei dem diese Anwendungen auf angebundene Wissensquellen zurückgreifen, um passende Antworten zu erzeugen. Für die Praxis bleibt entscheidend, dass diese Lösungen sicher in die bestehende Systemlandschaft eingebunden und zuverlässig betrieben werden.
Im Rahmen unserer BI-Beratung unterstützen wir Organisationen bei der Entwicklung einer BI-Strategie, der Bewertung ihrer System- und Datenlandschaft, der Definition relevanter KPIs sowie bei Reporting und Data Governance.

FabCon + SQLCon Europe 2026 – unser Fazit
Wir nehmen aus Barcelona vor allem drei Punkte mit: Microsoft Fabric entwickelt sich zu einer gemeinsamen Basis für BI- und KI-Anwendungen. Verlässliche Ergebnisse setzen klare Datenmodelle, definierte Zugriffsrechte und nachvollziehbare Regeln voraus. Der erfolgreiche Einsatz von KI entscheidet sich außerdem nicht nur an einzelnen Funktionen, sondern ebenso an Architektur, Betrieb und der Einbindung in konkrete Geschäftsprozesse.
Sie möchten prüfen, wie sich Microsoft Fabric, Power BI oder KI-Agenten in Ihrer Organisation sinnvoll einsetzen lassen? Gerne sprechen wir mit Ihnen über Ihre Anforderungen und mögliche nächste Schritte.
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