
BC TechDays 2026 in Antwerpen: unser Rückblick
15.06.2026
Am 11. und 12. Juni 2026 waren wir auf den BC TechDays in Antwerpen vor Ort. Die Konferenz ist seit Jahren als feste Größe für Entwicklerinnen und Entwickler sowie technische Entscheiderinnen und Entscheider im Umfeld von Microsoft Dynamics 365 Business Central bekannt.
Auf den BC TechDays erhalten wir früh Einblicke in technologische Entwicklungen, die Business Central in den kommenden Jahren prägen werden. Diese Perspektive hilft uns, unsere eigenen Schwerpunkte in der unitop-Entwicklung einzuordnen und neue Möglichkeiten der Microsoft-Plattform für unsere Kunden nutzbar zu machen.

BC TechDays 2026: Business Central-Entwicklung wird noch stärker agentenbasiert
Ein klarer Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz lag auf agentischen Ansätzen in Business Central. Das wurde bereits in der Keynote deutlich: Steffen Balslev, Engineering Manager bei Microsoft, zeigte live, wie ein Agent in Business Central entsteht. Mehrere Sessions beschäftigten sich damit, wie KI-Agenten künftig Entwicklungsprozesse, Tests, Telemetrie, Dokumentation und fachliche Abläufe unterstützen können. Das vorgestellte Agent-Template in Visual Studio Code ist ein weiteres Zeichen dafür, dass agentische Entwicklung im Business-Central-Umfeld alltäglicher wird.
Für uns ist diese Entwicklung aus zwei Perspektiven wichtig. Zum einen verändert sich die technische Arbeit an Business-Central-Lösungen: Entwicklerinnen und Entwickler müssen KI-gestützte Werkzeuge sinnvoll einordnen, Ergebnisse prüfen und neue Qualitätsmechanismen etablieren. Dabei geht es nicht mehr nur um einzelne Code-Vorschläge, sondern um neue Arbeitsweisen mit klar definierten Rollen, Prüfmechanismen und Verantwortlichkeiten. Zum anderen entstehen neue Möglichkeiten, Geschäftsprozesse näher am ERP-System zu unterstützen – etwa durch Agenten, die Daten auswerten, Arbeitsschritte vorbereiten oder definierte Aktionen anstoßen.
Genau an dieser Schnittstelle setzen unsere Überlegungen rund um unitop KI-Agenten an. Entscheidend ist nicht, KI möglichst breit einzusetzen, sondern geeignete Prozesse zu identifizieren und sie sicher, nachvollziehbar und mit fachlicher Kontrolle zu unterstützen. Microsofts Einordnung der Agenten-Kategorien passt gut zu unseren eigenen Schwerpunkten: Native Business-Central-Agenten, Copilot-Studio-Szenarien und individuelle Lösungen auf Basis des Microsoft Agent Frameworks sind Themen, die wir bereits aktiv verfolgen – unter anderem mit Blick auf unitop KI-Agenten und den Spezifikationsagenten.

Copilot, MCP und KI-Agenten im Business-Central-Kontext
Viele Beiträge machten deutlich, dass KI im Business-Central-Umfeld nur dann tragfähig eingesetzt werden kann, wenn sie den richtigen Kontext erhält. Dazu gehören Daten, Berechtigungen, Geschäftslogik, Schnittstellen und klare Regeln, welche Aktionen vorbereitet oder angestoßen werden dürfen. Ein Beispiel dafür war der neue Expense Agent in Business Central: Er zeigt, wie ein Agent Aufgaben rund um Spesen erfassen, strukturieren, prüfen und in bestehende ERP-Prozesse einbinden kann – inklusive eigener Zugänge für Spesen-Einreichende, die nicht zwingend mit einer Business-Central-Lizenz arbeiten.
Business Central wird enger in das Microsoft-Ökosystem eingebunden
Das Model Context Protocol (MCP), Copilot Studio, M365 Copilot Chat und agentische Entwicklungswerkzeuge zeigen, wie Business Central künftig noch enger in das Microsoft-Ökosystem eingebunden werden kann. Neuere MCP-Funktionen – etwa die Möglichkeit, Queries einzubinden – erweitern den Rahmen dafür noch einmal. Für unitop ist diese Entwicklung besonders relevant: Unsere Lösung verbindet Business Central mit branchenspezifischen Prozessen, Microsoft 365, der Power Platform, BI- und KI-Technologien sowie angebundenen Drittsystemen.
Damit entsteht die Grundlage für KI-Szenarien, die nicht losgelöst vom ERP-System arbeiten, sondern im vorhandenen Prozesskontext unterstützen. Das kann innerhalb von Business Central und unitop geschehen – oder systemübergreifend, wenn weitere Anwendungen, Datenquellen oder Workflows eingebunden werden. Gerade für mittelständische Organisationen ist diese Einbettung wichtig: KI-Anwendungen müssen vorhandene Abläufe berücksichtigen, statt zusätzliche Insellösungen zu schaffen.
Sicherheit, Qualität und Nachvollziehbarkeit bleiben entscheidend
Neben neuen Möglichkeiten durch KI und Agenten wurden auf den BC TechDays auch die notwendigen Leitplanken deutlich. Wenn KI bei der Code-Erstellung unterstützt, Daten analysiert oder Prozessschritte vorbereitet, verändern sich Anforderungen an Sicherheit, Tests und Qualitätssicherung. Sessions zum iterativen und experimentellen Vorgehen im Test produktionsreifer Systeme („Hill Climbing“) zeigten, wie KI-Systeme nicht nur einmalig getestet, sondern durch strukturierte Auswertung und wiederholbare Verbesserungszyklen schrittweise zuverlässiger gemacht werden müssen.
Für Business-Central- und unitop-Projekte ist das ein zentraler Punkt. KI-Unterstützung darf nicht dazu führen, dass fachliche Verantwortung unklar wird oder Ergebnisse ungeprüft in kritische Prozesse einfließen. Deshalb bleiben Rollen, Berechtigungen, Freigaben, Protokollierung und Testautomatisierung unverzichtbar.
Auch abseits der KI-Themen wurde deutlich, wie wichtig stabile, leistungsfähige und gut integrierbare Business-Central-Lösungen für den praktischen Einsatz sind. Dazu passten die Einblicke in neue und noch experimentelle Ansätze für Tests und Entwicklungszyklen, etwa rund um den Bytecode Test Runner. Solche Entwicklungen können für die AL-Entwicklung perspektivisch ein spürbarer Fortschritt sein – gerade dann, wenn agentische Entwicklung stärker in den Alltag einzieht.

Was wir von den BC TechDays 2026 für unitop mitnehmen
Wir nutzen Veranstaltungen wie die BC TechDays, um technologische Entwicklungen früh einzuordnen und mit unseren eigenen Schwerpunkten abzugleichen. In diesem Jahr waren neben unseren Entwicklungsexpertinnen und -experten erstmals auch Kolleginnen und Kollegen aus der Produktverantwortung vor Ort. Das ist wichtig, weil Technologie und fachliche Anforderungen immer stärker zusammenwachsen. Die Diskussionen vor Ort haben außerdem gezeigt, dass Fragen rund um GitHub, moderne Entwicklungsprozesse und agentische Werkzeuge nicht rein technisch sind. Dabei geht es ebenso um Zusammenarbeit, Produktverantwortung und die Art, wie wir Qualität in größeren Lösungslandschaften sichern.
Gerade bei KI-Agenten, Copilot-Funktionen, Integrationen und Cloud-Szenarien reicht es nicht, nur die Technik zu betrachten. Entscheidend ist, welche konkreten Prozesse unterstützt werden sollen, wo fachliche Kontrolle notwendig bleibt und wie sich neue Funktionen sinnvoll in bestehende unitop-Umgebungen integrieren lassen. Dass Business Central Online weiterwächst und inzwischen deutlich größere Kundenumgebungen adressiert, verstärkt diesen Anspruch zusätzlich: Lösungen müssen nicht nur funktional passen, sondern auch langfristig skalierbar betrieben und weiterentwickelt werden können.
Die BC TechDays 2026 haben uns darin bestätigt, diesen Weg konsequent weiterzugehen: unitop bleibt stabil im Kern und offen für neue Microsoft-Technologien, die Prozesse im Alltag sinnvoll unterstützen können.
Ob Copilot in Business Central, Microsoft BC-Agenten oder unitop KI-Agenten: Der Nutzen entsteht dort, wo Technologie zu den konkreten Anforderungen einer Organisation passt. Dafür braucht es eine saubere fachliche Einordnung, verlässliche Daten, klare Sicherheitsmechanismen und eine technische Umsetzung, die langfristig tragfähig ist.
Sie möchten wissen, wie sich KI-Agenten, Copilot oder moderne Business-Central-Funktionen in Ihrer unitop-Umgebung sinnvoll einsetzen lassen? Sprechen Sie uns an. Wir prüfen gemeinsam, welche Möglichkeiten zu Ihren Prozessen passen.
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