
WM-Orakel 2026: Wie KI unseren Arduino-Roboter steuert
11.06.2026
Pünktlich zum Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 kommt unser WM-Orakel heute zum ersten Mal zum Einsatz. Für die Partie Mexiko gegen Südafrika zeigt unser Arduino-Roboter, welche Mannschaft die KI vorne sieht.
Dahinter steckt ein Arduino-Roboter, den wir mit KI-Unterstützung zu einem kleinen Fußball-Orakel umgebaut haben. Der Roboter kommt auch in unserem praxisnahen Girls’Day-Konzept zum Einsatz und macht dort das Zusammenspiel von Hardware und Software erlebbar. Beim WM-Orakel wird dieser Ansatz um eine KI-Komponente erweitert: In einer Desktopanwendung werden zwei Nationalmannschaften ausgewählt. Anschließend wird eine KI-Abfrage gestartet. Das Ergebnis bleibt nicht nur auf dem Bildschirm sichtbar. Der Roboter steht auf dem Tisch und fährt in die Richtung der Mannschaft, die aus Sicht der KI gewinnt.
Damit verbinden wir eine spielerische Idee mit einer konkreten technischen Umsetzung. Denn auch wenn das Projekt bewusst leicht zugänglich angelegt ist, zeigt es anschaulich, wie Künstliche Intelligenz, Softwareentwicklung und Hardware miteinander zusammenspielen können.
So funktioniert das WM-Orakel
Die Anwendung basiert auf einem C#-Projekt. Über die Oberfläche wählen wir zunächst die beiden Teams aus, die gegeneinander antreten. Danach wird das Orakel befragt.
Im Hintergrund sendet die Anwendung dafür eine Anfrage an Azure OpenAI. Das eingesetzte GPT-Modell wird über Azure AI Foundry verwaltet und in der Anwendung angebunden. Für das WM-Orakel lautet die Aufgabe: Das Modell soll eigenständig einschätzen, welches der beiden Teams gewinnen wird.
Damit die Antwort zuverlässig weiterverarbeitet werden kann, erhält das Modell zudem ein festes Ausgabeschema im JSON-Format. So kann das Programm das Ergebnis direkt auslesen und in den nächsten Schritt überführen.
Je nachdem, welche Mannschaft die KI auswählt, sendet die Desktopanwendung per USB einen Befehl an den Arduino. Auf dem Arduino läuft ein einfacher Sketch in C/C++, der auf diese Befehle wartet und den Motor entsprechend ansteuert. Da jeder Mannschaft vorab eine Bewegungsrichtung zugeordnet ist, fährt der Roboter passend zum Ergebnis nach vorne oder zurück.

Was unser WM-Orakel technisch interessant macht
Natürlich ersetzt ein WM-Orakel keine sportliche Analyse. Genau darum geht es bei diesem Projekt auch nicht. Entscheidend ist der technische Ablauf dahinter: Eine Anwendung nimmt eine Eingabe entgegen, sendet sie an ein KI-Modell, verarbeitet die strukturierte Antwort und löst anschließend eine physische Aktion aus.
Dieser Ablauf ist bewusst einfach gehalten. Gleichzeitig steckt darin ein Prinzip, das auch für viele geschäftliche Anwendungsfälle relevant ist: KI wird dann nutzbar, wenn sie sauber in bestehende Prozesse eingebunden wird. Dafür braucht es nicht nur ein Modell, sondern auch klare Eingaben, verarbeitbare Ausgaben und eine stabile technische Integration.
Genau diese Fragen beschäftigen uns auch in Kundenprojekten: Welche Anwendungsfälle sind sinnvoll? Wie werden KI-Antworten so strukturiert, dass sie in Anwendungen weiterverarbeitet werden können? Und wie lässt sich KI sicher, nachvollziehbar und passend zur jeweiligen IT-Landschaft einsetzen?
KI praktisch erlebbar machen
Mit dem WM-Orakel machen wir KI auf eine sehr anschauliche Weise erlebbar. Die Oberfläche auf der Leinwand zeigt die ausgewählten Teams, der Roboter setzt die Entscheidung anschließend in Bewegung um. So wird sichtbar, was sonst häufig im Hintergrund bleibt: die Verbindung aus Benutzeroberfläche, KI-Modell, strukturierter Ausgabe und technischer Steuerung.
Für uns ist das Projekt deshalb ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer Idee schnell ein greifbarer Prototyp entstehen kann. Nicht, weil die KI-Abfrage besonders komplex ist, sondern weil die einzelnen Bausteine sinnvoll zusammenspielen.
Im weiteren Turnierverlauf wird uns das Orakel auf YouTube, Instagram und Facebook durch die WM begleiten und alle Deutschlandspiele vorhersagen. Ab dem Halbfinale kommen auch die übrigen Spiele hinzu.

Von der Idee zum passenden KI-Einsatz
Ob spielerischer Prototyp oder produktiver Geschäftsprozess: Der Nutzen von KI entsteht dort, wo Technologie mit einem klaren Ziel eingesetzt wird. Azure AI Foundry, Azure OpenAI und strukturierte Schnittstellen bieten dafür viele Möglichkeiten – von der Auswertung vorhandener Informationen bis zur Einbindung in bestehende Anwendungen.
Im Rahmen unserer KI-Beratung unterstützen wir Unternehmen und Organisationen dabei, aus ersten Ideen konkrete Anwendungsfälle abzuleiten und die technische Umsetzung sinnvoll vorzubereiten.
Sie möchten prüfen, wie sich KI in Ihrer Organisation sinnvoll einsetzen lässt? Gerne schauen wir gemeinsam auf Ihre Prozesse, mögliche Anwendungsfälle und die passende technische Umsetzung.
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